Solidarität mit Christa Steinle & Peter Weibel / Neue Galerie

Die Neue Galerie ist ein Teil des Museumverbandes Joanneum, dessen Intendant Peter Pakesch das Leitungsteam der Neuen Galerie Christa Steinle und Peter Weibel im Konflikt ihrer Funktionen enthoben hat. Diese Seiten dienen als Informationsplattform für die Vorgänge um die Neue Galerie in Graz. Zugleich dient diese Site als Forum für Solidaritätserklärungen mit Christa Steinle und Peter Weibel.

Die Neue Galerie ist unter der Leitung von Christa Steinle und Peter Weibel zu einem Ausstellungsort größter Bedeutung geworden: Ausstellungen, die in diesem Haus kuratiert worden sind haben weltweit Aufmerksamkeit und Interesse gefunden. Über die Kooperationen der Neuen Galerie mit ihren Partnerinstitutionen haben KünsterInnen aus allen Kontinenten Beziehung zu den regionalen Szenen aufgenommen. Im Gegenzug haben zahllose Kulturschaffende der Steiermark ihre Laufbahn mit Unterstützung der Neuen Galerie internationalisieren können. Insgesamt hat die sehr konsistente Arbeit der Neuen Galerie einen zentralen und vor allem nachhaltigen Einfluß auf die künstlerische, kulturelle und kulturpolitische Entwicklung der Steiermark genommen.

Dass diese Entwicklung ein so willkürliches und skandalöses Ende findet, kann nicht hingenommen werden. Wir sind der Meinung, dass die Vorgangsweise der Joanneums-Intendanz gegenüber Steinle und Weibel nicht nur die Neue Galerie sondern auch den Kulturstandort Graz schwer beschädigt. Dagegen muss protestiert werden! Dazu finden Sie auf diesen Seiten die Möglichkeit – hinterlassen Sie weiter unten eine Antwort.

 

Manfred Wolff-Plottegg     /     Orhan Kipcak

86 Responses to Solidarität mit Christa Steinle & Peter Weibel / Neue Galerie

  1. universum says:

    es wird alles vom schnoeden mammon verschluckt und der pragmatiker lenkt die geschaefte ins bedeutungslose…….das joanneumsviertel ist ungelungen.
    wird nie mehr was werden……graz ist als kunststadt mehr als tod…..nur mehr eine erinnerung…….falls der buh irgendwann verschwindet…bei der naechsten wahl, wird man erstaunt sehen, dass der besucherschwund in khaus und im joanneumsviertel sehr bedeutend ist für die statistik, falls sie nicht gefaelscht wird……..tant pis!

  2. Romana Schuler says:

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
    Ich möchte mich mit einem besonderen Anliegen an Sie wenden, das zwar mich nicht unmittelbar und persönlich betrifft, aber als Kulturschaffende sehr wohl betroffen macht: wie sich in der Republik Österreich der Umgang mit verdienstvollen Menschen im Kunstbetrieb gestaltet.
    Konkret geht es um die 200-Jahrfeier des Universalmuseum Joanneum in Graz. Zu diesem Anlass der Neueröffnung der Neuen Galerie waren drei höchst interessante Ausstellungen geplant. Nun, kurz vor der Eröffnung stellt sich heraus, dass es den verantwortlichen KuratorInnen, den eigentlichen InitiatorInnen, verwehrt wird, ihre kuratorischen Leistungen bzw. ihr Ausstellungskonzept selbst im Rahmen der Eröffnung vorzustellen.
    Ausgehend von einer langen Vorgeschichte erscheint es naheliegend, dass hier zwei verdienstvolle Kulturarbeiter – Peter Weibel und Christa Steinle – auf schier unglaubliche Weise gemobbt werden. Offenbar hegen die politisch verantwortlichen Machthaber gewisse Befürchtungen hinsichtlich einer mit seinem öffentlichen Auftritt verbundenen Rede des renommierten Künstler und international renommierten Kulturschaffenden Peter Weibel, der immer schon undemokratische Tendenzen seismografisch erkannt und bekämpft hat. Soll Peter Weibel mit einer gleichwohl bekannten wie unerträglichen Methode mundtot gemacht werden? Dem zweifelhaften Vorbild der Salzburger Festspiele nacheifernd, wo als ultima ratio der eingeladene Festredner Jean Ziegler wieder ausgeladen wurde, weil zu befürchten gewesen wäre, dass er globale Missstände offen kritisieren würde?
    Der Ausstellungstitel „ Moderne: ein Selbstmord der Kunst?“ erinnert frappierend an Walter Benjamins Aphorismus von 1933, „Die Moderne, ein Zeichen des Selbstmordes“ für das Mit-Füßen-Treten der Regeln der Demokratie, die schließlich über Jahre einem totaltären Regime weichen musste. Rund 80 Jahre später drohen die Zeichen erneut auf Selbstmord zu stehen. Deprimierende Zeiten sind es, in denen offene demokratische Worte unerwünscht sind und von politischen Maschinerien abgewürgt werden: ein suizidales Zeichen, ein Leitsymptom undemokratischen Vorgehens. Soll an die Stelle von Pflege und Erhaltung einer demokratischen Kultur, eines glanzvollen und toleranten Vorgehens, das hinlänglich bekannte, jämmerliche Verdrängen und von Furcht bestimmte Abtöten von Offenheit und damit Öffentlichkeit treten?
    Sehr geehrter Herr Bundespräsident: Ich bin davon überzeugt, dass Sie die Zeichen undemokratischen Handelns sehr wohl erkennen können. Ja, hier wird tatsächlich ein Delikt an der Demokratie verübt. Die einstigen Bestrebungen der Moderne gingen dahin, universale Harmonie zu finden. Harmonie aber lässt sich nicht durch das arkadische Hirtenglück der goldenen Mitte erzeugen. Erkenntliche Harmonie kann entstehen, wenn es gelingt, unversöhnliche Pole in lebendigen Rhythmus zu bringen. Eben weil Dialektik ein Weg zur Wahrheit ist, wird gerade mithilfe kritischer Kunst und polarisierender Diskurse das Wechselspiel geistigen und kulturellen Lebens überhaupt ermöglicht. Toleranz statt Totalität: Die fruchtbare Überwindung der Polarität wäre anzustreben.
    Wehret den Anfängen, heißt es. In diesem Sinne: Verhindern Sie als unser Bundespräsident diese unipolaren, antidemokratischen Tendenzen, wie sie im konkreten Fall Weibel/Steinle offensichtlich werden!

    Mit vorzüglicher Hochachtung
    Ihre
    Romana Schuler

    • Petra Maitz says:

      Lieber Herr Bundespräsident,

      es würde mir unter normalen Umstaenden nicht einfallen, Ihnen eine Beschwerde aus Sydney zu senden, waere hier nicht ein schwerwiegender Fall von Machtmissbrauch und von Willkür gegen intelligente Köpfe der Kulturlandschaft Österreich zu beobachten….

      bitte lesen sie die Details, man verwehrt einem international angesehenem Kurator und Wissenschaftspreistraeger das Wort zu seinen kuratierten Ausstellungen zu sprechen!

      das darf es nicht geben in Österreich!!!

      http://joanneum-weibel-steinle.mur.at/?p=210

      Gruss
      Familie MAITZ

      Graz/Sydney

  3. mmag. gabriele sturm says:

    Es ist möglich, daß sich lang getroffene Entscheidungen und Konzeptionen als überdenkenswert herausstellen. Wie sieht jetzt die Lage nach der konfliktreichen Situation aus – ist ein positiver Konsens gefunden worden?
    Statt der Dynamik von mehreren Instituten mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten in Graz scheint es einen riesigen Apparat zu geben, welcher dies nun alles leisten sollte. Das Land Steiermark und die Stadt Graz hat mit der bisherigen Konstellation, inklusive dem Institut für Kunst im öffentlichen Raum, ein sehr gutes internationales Renomme erreicht.
    Die Ideen und das Engagement sind an Personen und weisungsfreie Strukturen gebunden. Never change a winning team – wird als Tipp für Erfolg angegeben…

    Die Absetzung von Frau Dr. Steinle, die mit viel Erfahrung und Professionalität die Neue Galerie Graz seit 20 Jahren gut geführt hat, entspricht nicht einer Wertschätzung langjähriger, guter Arbeit.
    Frau Dr. Steinle und Peter Weibel haben zum Ansehen der Stadt Graz und des Landes Steiermark mit ihrem hohen Engagement sehr stark beigetragen, mit 20 jähriger Arbeit die Basis für ein international renommiertes Institut in Graz gelegt und dieses als einen Anziehungspunkt für aktuelle und vorausschauende Diskurse innerhalb und außerhalb der Kunstwelt und auch Kulturreisende etabliert.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Frau Dr. Steinle alle Künstler/innen, nicht nur die angereisten Stars, mit großem Respekt und Achtung behandelt und für bestmögliche Arbeitsbedingungen sorgt.
    Ist wirklich ausreichend bekannt, daß das Team Frau Dr. Steinle und Peter Weibel, sowie Günther Holler-Schuster jenseits der üblichen Hip-Schiene richtungsweisende und impulsgebende Ausstellungen und wesentliche, ethische Inhalte und Auseinandersetzungen über die Möglichkeiten von Kunst in Bezug auf deren politische Relevanz konzipiert und gestaltet haben?
    Eine Institution lebt von den Personen, die diese im besten Fall mit guten Ideen und Esprit konzipieren.

  4. Hazelwander says:

    Leider habe ich durch meinen Auslandsaufenthalt, alles viel zu spät mitbekommen.
    Wie ist es möglich, dass ein “renommierter Geschäftsmann” wie P. Pakesch zu solchen Rundumschlägen im Alleingang den bedeutenden Medienkünstler Peter Weibel dermassen missachtend aus seinem Aktionsfeld hinauskatapultiert? Das was Peter Weibel für die Kunst des 21. Jahrhunderts bedeutet kann ein P. Pakesch so nicht aus der Welt schaffen. Zickige Eifersucht war noch nie Tochter einer bedeutenden Kunstära. Es ist schlichtweg beschämend.
    Genauso wie es beschämend ist, Frau Direktorin Dr. Christa Steinle einfach das AUS zu geben. Es war ja auch nicht Sache, als P. Pakesch seine Galerie in Wien leitete, Frauen besonderes Augenmerk zu zollen. Es schien und scheint beinahe so, als ob Kunst und Frau bei Herrn Pakesch nicht zusammen existieren durften.
    Einen Mann wie Peter Weibel so zu Verdrängen, zeugt nicht von einem Menschen der Achtung vor Kunst, Forschung und Lehre besitzt.

  5. Martin Walde says:

    Es ist schwer sich als Kunstschaffender von den Vorgängen rund um die Neue Galerie nicht persönlich betroffen zu fühlen – glücklicherweise findet sich dafür eine allgemeine Formulierung und Frage……..:

    Lieber Peter Pakesch , was soll dieser Amoklauf ?!

    denn wie schon Grita Insam -unter Anderen – in ihrem Beitrag vom 2. April ausführt, sind die Argumenta der “Einsparung” eine groteske Verzerrung der Realität.

    Es muss Peter Pakesch wohl bewusst gewesen sein dass sich durch sein Vorgehen konservativste Kreise in ihren kunstfeindlichen Ansichten bestätigt fühlen, die ja in der Folge wie man in öffentlichen Äusserungen nachlesen kann auf die Personen Peter Weibel und Christa Steinle projeziert werden.

    • Petra Maitz says:

      das schlimmste an der ganzen angelegenheit ist, dass kulturpolitiker der stmk dem verschleissendem machtmissbrauch einer person ruhig und verantwortunglos zusehen und die demontage einer tüchtigen frau (Dr. Steinle) nicht aufhalten, wie schon von frau jelinek bemerkt wurde…..aus HH

  6. Robert Pfaller says:

    Die Arbeit von Christa Steinle und Peter Weibel erscheint mir richtungsweisend, innovativ und beispielhaft gelungen. Inwiefern hier Schaden entstanden sein soll, vermag ich mir selbst beim bösesten denkbaren Willen (“radical evil”) nicht vorzustellen.

  7. Dr Frederick Baker says:

    Dear Peter,
    since our Seville days I know you are a fighter, so I wish you all the best and that your resolve will remain solid and your spirit of resistance solidify,
    Dr Frederick Baker
    London Vienna Cambridge

  8. Rini Tandon says:

    Seit 2000 hatte ich mehrfach die Gelegenheit Christa Steinle als Direktorin der Neuen Galerie zu erleben. Ihre Verantwortungsbewusste Hingabe dieser Institution und den KünstlerInnen gegenüber war stets beindruckend für mich. Durch die Leistungen von Peter Weibel und Christa Steinle hat das Haus, mit seinem beispielhaften internationalen Programm, die Kunstlandschaft der letzten Dekaden geprägt und in vielen übergreifenden Bereichen für Gegenwarts-Diskurs gesorgt. Für Ihr jahrelanges Engagement als Kunstexpertin und Leiterin dieser Institution verdient Christa Steinle Respekt und Anerkennung. Ich möchte ihr meine volle Unterstützung vermitteln und bedauere sehr dass Peter Weibel und Christa Steinle gar in dieser unangenehmen Lage gebracht wurden.
    Rini Tandon

  9. Herwig Kempinger says:

    Mir ist es unerklärlich, warum man nicht einfach froh ist, dass Steinle und Weibel überhaupt noch in und auch für Österreich arbeiten wollen, schliesslich haben sie ausgerechnet in Graz Ausstellungen von absolut internationalem Niveau organisiert, deren Publikationen ich noch immer zur Hand nehme. Ich appelliere hier auch nicht an die Politik, von der erwarte ich mir schon lange nichts mehr. Es ist nur so verdammt traurig, dass der Bereich der Kunst und Kultur zu einem ebensolchen Spielplatz ignoranter Durchschnittlichkeit geworden ist wie die Parteipolitik und deren deprimierendes Klüngelwesen nahtlos übernommen hat.

  10. Christa Sommerer says:

    Ich bewundere die jahrzentelange hervorragende Kulturarbeit von Peter Weibel und Christa Steinle in der Neuen Galerie Graz und wuensche mir, dass sie dort weiterhin grossartige und innovative Kunstausstellungen machen koennen.
    Mit freundlichen Gruessen
    Christa Sommerer, Interface Cultures, Kunstuniversitaet Linz

  11. Georg Salner says:

    Ich kann die Sache nur intuitiv beurteilen. Von Anfang an konnte ich nicht verstehen, dass die Neue Galerie einen Überdirektor bekommt. Dieser Herr nützt scheinbar jetzt rücksichtslos seine Machtposition (unter dem Deckmantel des Sparzwangs) und versucht, das verdienstvolle Führungsteam abzusägen. Wie ist es möglich, dieses (zumindest für die Öffentlichkeit) so überfallsartig zu demontieren?

    Ich wünsche P.W. und Ch. St. die Kraft, ihre Rechte durchzusetzen.
    Die Neue Galerie sollte auf Dauer gesehen geordnet und transparent als (erneut) unabhängige, bewährt schlagkräftige und international respektierte Institution weitergeführt werden. Das hat sich insbesondere dieses qualitätsvolle Haus mit dem bewährten Team verdient.

  12. Hubert Winter says:

    Ohne die großartige Arbeit des Teams Peter Weibel/Christa Steinle über Jahrzehnte wäre die Neue Galerie nicht DIE Neue Galerie, sondern ein kleines Provinzmuseum.
    Hubert Winter
    Galerie Hubert Winter

  13. Grita Insam says:

    Die Reaktionen der vielen Kulturschaffenden offenbaren die katastrophale Situation der Kultur- und Kunstpolitik in der Steiermark und Österreich. Die anerkannten Persönlichkeiten wie Dr. Christa Steinle Und Peter Weibel, die für die Neue Galerie, für Graz, für Österreich und den internationalen Kunstbetrieb mit ihrem Ausstellungsprogramm, Ihren Publikationen mit ihrer Sammlungstätigkeit (vor allem Dr. Steinle) großartige Beiträge geleistet haben, dürfen nicht in Untätigkeit gedrängt werden. Dazu sind sie noch zu aktiv in der Diskussion und Auseinandersetzung um die aktuellste Gegenwartskunst und ich hoffe, sie sind es noch viele Jahre weiterhin.
    Laßt Christa Steinle und Peter Weibel als Team weiter wirken!
    Das wünscht sich von Herzen
    Grita Insam

  14. Ich solidarisiere mich gerne mit Christa Steinle und Peter Weibel. Die Maßnahmen gegen sie sind Ausdruck eines Hangs zu Selbst-Provinzialisierung, der für Graz und die Steiermark gefährlich ist. Man kann nicht eine europäische Zukunftsregion sein wollen und zugleich die international strahlenden Personen im Kulturleben demontieren.

    Wie vielen war mit Peter Weibel als Künstler, Theoretiker und Kurator schon lange, bevor ich nach Graz gezogen bin, ein Begriff. Für mich war er ein Teil der Anziehungskraft von Graz. Es macht mich wütend, wie mit ihm und den Leuten seines Vertrauens umgesprungen wird.

  15. Hofstetter Kurt says:

    Lieber Peter,
    unglaublich
    der machtpolitische Irrglaube, jeder ist ersetzbar, ist Kronzeuge der Unmenschlichkeit
    die Einzigartigkeit der Neuen Galerie bezieht sich auf Menschen
    volle Unterstützung und Solidarität
    Hofstetter Kurt, e.h.

  16. Ich bin fassungslos über diese Vorgänge! Abgesehen von der Absurdität, erstklassige künstlerische Kompetenz, wie sie Dr. Christa Steinle und Peter Weibel bewiesen haben, einfach eliminieren zu wollen und die Neue Galerie zu demontieren, haben diese Aktionen ganz wesentlich eine politische Dimension und passen zu der empörenden Rehierarchisierung und Reprovinzialisierung, die in den letzten Jahren Platz greift. Wo wollen die „Verantwortlichen“ eigentlich hin? Zum Stand von Ostdeutschland vor der Wende?

  17. Erwin Wurm says:

    Liebe Christa, lieber Peter es gibt sehr viele Kolegen, die wie ich auch, das ,was Ihr aus der Neuen Galerie gemacht habt, sehr schätzen. In dem Moment wie Peter Pakesch nach Graz berufen wurde war allerdings sehr klar, dass Eure Arbeit bald vom neuen “Generaldirektir” als Storfaktor gesehen werden wird!
    Er lebt die Gesinnungsdominanz und Alles und Jeder der dieses angestrebte Monopol nicht mittragen will ist unerwünscht und wird, wenn es geht entfernt oder wenn nicht, dann solange schecht geredet bis es viele glauben!
    Ich bewundere Eure Kraft ,Euren Willen und Euer Durchhaltevermögen! Schließlich habt ihr die langsame Demontierung der Neuen Galerie , lange hinauszögern können.
    Herzlich Euer Erwin

  18. Alexander Koenig says:

    Die Neue Galerie Graz hat nicht nur der Stadt sondern ganz Österreich internationales Renommee gebracht. 20 Jahre Aufbauarbeit von Christa Steinle und Peter Weibel dürfen nicht zerstört werden!

    Wann beenden die verantwortlichen Politiker endlich das Missmanagement des Direktors des Universalmuseums Joanneum? Kompetenz und künstlerische Qualität müssen über Machtgier und politische Verflechtungen siegen!

  19. Konrad Frey says:

    Die große Welle der Stellungnahmen hat bis zuletzt scheinbar wenig bewirken können.
    Trotzdem: lasst nicht nach! Schreibt weiter! Lasst die an der Macht sitzenden nicht zu leicht davonkommen!

    Was ist das für ein Landesrat (“für Kultur”,) der schweigend zulässt, dass seine Kunst-Direktoren Graz und das Land nach Belieben schädigen?

    Was sind das für Freunde (“der Neuen Galerie”) die beim Endkampf der NG schweigend zuschauen ? Bei der großen Eröffnung im Herbst werden sie dann sicher wieder da sein.

  20. Osvaldo Romberg says:

    Dear Christa, I’m totally horrorified by the news about you and Peter ..specially considering the extraordinary job that both of you were doing.. Please let me know if I can help supporting you and Peter from here. Love Osvaldo Romberg / Buenos Aires

    • Univ. Prof. Dr. Ingrid Spörk says:

      Unter der Leitung von Christa Steinle und Peter Weibel ist die Neue Galerie zu einem Ausstellungsort von internationaler Bedeutung geworden: Ausstellungen, die in diesem Haus kuratiert worden sind, haben weltweit Aufmerksamkeit und Interesse gefunden, weil diese beiden Persönlichkeiten nicht nur hohes Kunstverständnis, sondern auch großes theoretisches Wissen mitbringen und beides engagiert umzusetzen vermögen. Darauf zu verzichten wäre auch eine schlechte Marketingidee!

    • Harald Betke says:

      Ohne Peter Weibel wäre Österreich ärmer und Graz arm.

  21. Eric Lecerf says:

    Parce que nous croyons qu’il est essentiel que continuent d’exister des lieux où l’art se décline au contemporain avant que d’être pièce de musée ou marchandise, l’UFR Art, Philosophie et Esthétique de l’Université Paris 8 (Vincennes-Saint-Denis) vous apporte son entier soutien.
    Les considérations administratives qui, chez vous comme chez nous, nous sont opposées ne sont jamais jamais que des oeuvres de conditionnement, des procédés visant à mettre l’art au service de l’ordre existant.

    Eric Lecerf, directeur de l’UFR Art, Philosophie et Esthétique de l’université Paris VIII

    cordialement

  22. Das kongeniale Team Weibel-Steinle muss ungestört arbeiten können

    Peter Weibel und Christa Steinle haben in der Neuen Galerie Graz Sensationelles, Legendäres
    (Olafur Eliasson, Phantom der Lust) und in jedem Fall Originär-Wegweisendes geleistet.
    Ihre „Fehler“: sie waren zu gut, zu erfolgreich und zu eigenständig.

    Eine fähige Unternehmensführung beispielsweise hätte derart Erfolgreiches in ein eigenes Unternehmen (in Gestaltungsfreiheit) ausgegliedert, um maximale Entfaltung zu gewährleisten.

    Aber nichts dergleichen. Anstatt sich über den internationalen Rang der Neuen Galerie zu freuen, wurden die beiden bekämpft, behindert und schließlich in einer Art und Weise abmontiert, die jämmerlicher nicht hätte sein können.
    Und die Politik? Anstatt Weibel/Steinle in ihrem Bemühen um die Erhaltung und Gestaltung der Neuen Galerie zu unterstützen, verweigerte das Land Steiermark die Ausübung seiner Hoheits- und Eigentümerpflichten und lieferte das Duo den provinziellen Kleingeistern und Angstruderern mit ihren verqueren Spielen in kindlicher Kaufmannsladenmanier aus.

    Noch kann der Schaden bei raschem Handeln in Grenzen gehalten werden.
    Forderung 1:
    Unabhängiges, freies und eigenständiges Handeln und Gestalten für Peter Weibel und Christa Steinle muss gewährleistet werden.
    Forderung 2:
    Ein eigener Rechtsstatus (z.B GmbH) für die „Neue Galerie Graz“ mit dem Land Steiermark und Anderen als Gesellschafter (z.B. Gesellschaft der Freunde der Neuen Galerie).

    Univ.Prof.Dr. Günther Leising und Denise Leising
    Sammler zeitgenössischer Kunst
    Mitglieder und Förderer der Gesellschaft der Freunde der Neuen Galerie

  23. Ruth Schnell says:

    Werte VertreterInnen der Kulturpolitik des Landes Steiermark,

    Meine Entscheidung Künstlerin zu werden, impliziert für mich auch den Aspekt, sich gegen ungerechte Gesellschaftsstrukturen äußern zu dürfen/zu müssen, und im Speziellen, mich für die Gleichbehandlung einzusetzen. Selbst im Jahre 2011 ist es unumstrittene Realität, dass unsere hart erworbenen Frauenrechte noch immer mit größtem Nachdruck einzufordern sind.

    Ich empfinde es als skandalös, wenn diskriminierende Entscheidungen direkt vor den Augen der VertreterIinnen der Politik getroffen werden, wie im Fall der überraschenden Absetzung von Direktorin Dr. Christa Steinle. Eine im In- und Ausland anerkannte Persönlichkeit, keinesfalls eine statistisch notwendige Quoten-, sondern eine Vorzeigefrau, die im musealen Ausstellungswesen Großartiges geleistet hat, wird aus fadenscheinigen Gründen, aufgrund so genannter Einsparungen, von ihrem Direktionsposten einfach entfernt? Diese exzellente Kunstkennerin und Doktorin der Kunstgeschichte soll zugunsten eines völlig unbekannten Mannes, der noch dazu, allein aus Altersgründen, weit weniger Erfahrung im Kulturbetrieb vorzuweisen hat, ihre Führungsposition verlieren?

    Da frage ich mich: Wo sind die politischen Errungenschaften der letzten Jahre zur vieldiskutierten Gleichbehandlung bzw. Frauenförderung in den Führungspositionen? Gerade der Fall Steinle führt uns vor Augen, wie das Gleichbehandlungsgesetz vonseiten der Politik (absichtlich?) umgangen wird.

    Frau Dr. Christa Steinle steht ihre Position als Leiterin der international renommierten Neuen Galerie nach wie vor zu! Im Übrigen könnte es der Neuen Galerie nur zum Vorteil gereichen, würde diese wieder vom Universalmuseum Joanneum ausgegliedert werden.

    Univ.-Prof. Mag. Ruth Schnell
    Leiterin der Abteilung Digitale Kunst, Universität für angewandten Kunst Wien

  24. Eric Alliez says:

    At this point of absurdity and institutional counterproductivity, there is only one thing to be said: my total support and full solidarity from the Art and Philosophy Departments in Paris 8 and Kingston University. The Journals Multitudes (Paris) and Radical Philosophy (London) which have developped for years a regular collaboration with Peter Weibel are joining the protest. I am also ready to contact the major museums and art institutions I am in contact with in England and in France (Tate, ICA, Serpentine, Palais de Tokyo, etc.).

    Very best engaged wishes!

    Eric Alliez

    Professeur de Philosophie et Créations Contemporaines en Art
    Département de Philosophie
    Université Paris 8
    2 rue de la Liberté – 93526 Saint-Denis

    Professor of Contemporary French Philosophy
    Centre for Research in Modern European Philosophy
    Kingston University
    Holmwood House
    Penrhyn Road campus
    Kingston upon Thames
    KT1 2EE

  25. Roland Hartmann says:

    Sehr geehrte Frau Dr. Steinle,

    als interessierter Besucher der Neuen Galerie und ihrer Veranstaltungen möchte ich Ihnen meine volle Unterstützung in diesen turbulenten Tagen bekunden.

    Ich bin überrascht wie verantwortungslos Ihre Arbeit für die Neue Galerie im 200-Jahr-Jubiläum des Joanneums seitens der Entscheidungsträger auf der politischen Ebene gewürdigt wird.

    Warum eigentlich wurde in jüngerer Zeit neben der Neuen Galerie eine weitere Institution wie das Kunsthaus geschaffen? Zwei Häuser die sich mit zeitgenössischer Kunst und Moderne ausrichten, ist eine Zersplitterung vorhandener Mittel. Schade auch dass der Museumsquadrant nur im Souterrain Platz für die Neue Galerie haben wird. Das Kunsthaus mag als Hülle architektonisch und städtebaulich gelungen sein. Der Stellenwert der Kunst der Moderne leidet jedoch in meinen Augen unter den Zwängen auch des historisch-innerstädtischen Raumgefüges. Schade um die versäumten Chancen einer räumlich großzügigen Zukunft zur Präsentation zeitgenössischen Kunstschaffens in einer dynamischen Grazer Urbanität.

    Auf diesem Hintergrund erscheinen mir die Auseinandersetzungen zwischen Herrn Pakesch und Herrn Weibel auf Ihrem Rücken als ein Beispiel politisch zu verantwortender Fehlentwicklung. Ich wünsche mir, dass Sie uns wie bisher in Ihrer Arbeit erhalten bleiben. Schließlich ist es auch eine Ehrensache im 100sten Jahr des Genderthemas, dass Sie nicht weichen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland Hartmann
    SACKSTRASSE 15  A-8010 GRAZ AUSTRIA

  26. Susan Hefuna says:

    Solidarity with Christa Steinle and Peter Weibel

  27. Graz war für mich immer die „Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum“ mit Christa Steinle als Leiterin und Peter Weibel als Chefkurator. Viele, damals noch unbekannten jungen Künstlerinnen und Künstler, welche mittlerweile auf eine große Karriere zurückblicken können, hatten mit einer Einzelausstellung ihr erstes wichtiges „coming up“ in der Neuen Galerie. Durch das Erkennen der Qualitäten dieser Künstlerinnen und Künstler, durch die wachsamen Augen der Leiterin Christa Steinle, dem Intellekt und das sichere Gespür von Peter Weibel gaben die beiden Inspiration an Sammler, Galeristen oder Ausstellungsmacher. Im Zusammenhang mit dieser einzigartigen Institution vermittelte mir Graz stets ein Bild von Lebendigkeit in Sachen Gegenwartskunst.

    Die skandalösen Vorkommnisse der letzten Wochen, die wie es scheint ein politisch gesteuertes Verhalten gegenüber Christa Steinle und Peter Weibel waren, löst in mir ein Gefühl von Trauer in Sachen Kunst aus.

    Aber vielleicht ist das, was jetzt geschieht, gar keine Kunst mehr, vielleicht ist die Kunst schon an einem ganz anderen Ort, fernab von Tourismus-Hypes?

    Auf jeden Fall freue ich mich auf Christa Steinles Memoiren und hoffe, sie freut sich darüber, nicht weiterhin in dieser autokratischen Struktur arbeiten zu müssen. Peter Weibel, Künstler und Vorstand des ZKM in Karlsruhe, werden wir noch Zeit geben müssen, schon auch deshalb um fragwürdige kulturpolitische Entscheidungen ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen, damit jene nicht mehr bloß mit Einsparungen argumentiert werden können.

  28. gemmagehtscho.com says:

    DANKE, St. Eiermark
    cool hingekriegt – jetzt –
    als City of Dust

  29. Irena Lagator says:

    How can it be possible that today in the time of interdisciplinariety when art and politics are expected to create unforeseen cultural horizons, that such unacceptable news happen in Graz and with an institution that is of highest appreciation within all intellectual worlds? This once again proves that there are many kinds of “constructions” but only knowledge and care based ones has reason and power to remain source-full, meaningful and important for future generations. Of that endlessly valuable kind is the work done by Christa Steinle and Peter Weibel for the Neue Galerie Graz. I hereby join innumerable intellectuals that express deep appreciation and lasting solidarity with Peter Weibel and Christa Steinle that will witness their truly devoted knowledge, creation and care for society.

  30. Konrad Frey says:

    Die Wiedereinsetzung von Steinle und Weibel für die geplanten Ausstellungen war ein erster Schritt. Jetzt geht es weiter um die Wiederherstellung der Autonomie der Neuen Galerie!

    Intensität und Menge der Solidaritätsbekundungen mögen für die Kulturpolitik ein Anstoß sein: Dass es vielleicht doch ein Qualitätsgewinn für das Land wäre, die Neue Galerie wieder als gänzlich eigenständige Institution zu ermöglichen.

    “Never change a winning team!”

  31. Wir, die Mitglieder der ungarischen Sektion von AICA protestieren gegen die Kündigung von Christa Steinle und Peter Weibel. Durch ihre Tätigkeit ist die Neue Galerie in den letzten 20 Jahren ein wichtiger Schauplatz der zeitgenössischen Kunst geworden, eine Institution, die auch in den internationalen kulturellen Beziehungen Österreichs eine herausragende Rolle spielt. Christa Steinle und Peter Weibel haben die ost-europäische Kunst immer in ihrem Blickfeld gehabt, Ihre Kündigung ist ein grosser Verlust für Österreich, aber auch für die internationale und die ungarische Kunstszene. Wir hoffen, dass die Entscheidung zurückgezogen wird.

    Éva Bajkay, Kunsthistorikerin
    László Beke, Kunsthistoriker, Ungarische Akademie der Wissenschaften
    Andrea Bordács, West-Ungarische Universität
    Kriszta Dékei, Kunsthistorikerin
    István Dévényi, Kunsthistoriker, Ungarische Nationalgalerie
    Julia Fabényi, Direktorin der Landesmuseen, Pécs
    Judit Faludy, Kunsthistorikerin, Ungarische Akademie der Wissenschaften
    Péter Fitz, Direktor des Kiscelli Museums
    Éva Forgács, Kunsthistorikerin
    Attila Horányi, Kunsthistoriker, Moholy-Nagy Universität
    Katalin Keserü, Kunsthistorikerin, Loránd Eötvös Universität
    József Mélyi, Präsident der ungarischen AICA-Sektion
    Ildikó Nagy, Kunsthistorikerin
    Endre Lehel Paksi, Kunsthistoriker
    Mónika Perenyei, Kunsthistorikerin, Ungarische Akademie der Wissenschaften
    Miklós Peternák, Kunsthistoriker, Universität der Künste
    Edit Sasvári, Direktorin des Kassák Museums
    Sári Stenczer, unabhängige Kuratorin
    Tijana Stepanovic, Kuratorin, Ludwig Museum
    László Százados, Kunsthistoriker, Ungarische Nationalgalerie
    János Szoboszlai, Kunsthistoriker, Universität der Künste
    Annamária Szőke, Kunsthistorikerin, Loránd Eötvös Universität
    György Szücs, Kunsthistoriker, Ungarische Nationalgalerie
    Erzsébet Tatai, Kunsthistorikerin, Ungarische Akademie der Wissenschaften
    György Várkonyi, Kunsthistoriker, Janus Pannonius Museum
    Tibor Várnagy, Leiter der Liget Galerie, Budapest
    Anna Wessely, Kunsthistorikerin, Loránd Eötvös Universität
    András Zwickl, Kunsthistoriker, Ungarische Nationalgalerie

  32. ryslavy says:

    the world is not enough & the godfather sind nicht bloss die lieblingsfilme von Kim Il Sung und Saddam Hussein

  33. Regina Karla Ehrenfels says:

    Offener Brief Entlassung Prof. Peter Weibel =

    Wien (OTS) –
    Herrn
    Intendanten
    Peter Pakesch
    Geschäftsführung der
    Universalmuseum Joanneum GmbH
    Mariahilferstr. 2 – 4
    8020 Graz
    Sehr geehrter Herr Pakesch,
    lieber Peter,
    der Künstler Peter Weibel, seit vielen Jahren ordentlicher
    Professor an der Universität für angewandte Kunst Wien, gilt als
    einer der wichtigsten Gegenwartsdenker und als Initiator vieler
    künstlerischer Innovationen. So etwa gründete er an der Angewandten
    1984 die erste, höchst erfolgreiche Abteilung für Medienkunst im
    deutschsprachigen Raum. Seine Kenntnisse, Erfahrungen und originellen
    Ansichten zu Kunst und Wissenschaft sind weltweit geschätzt und
    anerkannt. Die unzähligen Ausstellungen, Vorträge und Publikationen
    sowie Auszeichnungen und Ehrungen sprechen für sich.
    Zu all dem gehört die explizite Offenheit im Denken ebenso wie die
    kritische Reflexion von gesellschaftlichen Gegebenheiten. Gerade in
    der Kunst ist Kritik ein Grundelement von Kommunikation, was Dir, als
    eine seit vielen Jahren im Kunstbetrieb tätige Person, mit Sicherheit
    vertraut ist. Umso mehr ist es mir schwer vorstellbar, dass es gerade
    in der Kommunikation innerhalb des Systems Kunst keine andere
    Möglichkeit geben kann, als dem Prinzip der – wechselseitigen –
    kritischen Kommunikation zu entsagen anstatt Kritik zwar nicht
    zwingend zu akzeptieren, aber doch interpersonell zu reflektieren und
    daraus vielleicht Kreativität und neue Potenziale für die
    gesellschaftliche Wirkungsmacht von Kunst erwachsen zu lassen.
    In kritischen Wortmeldungen in Medien erkennen viele
    Kulturschaffende ein probates Mittel, um gesellschaftlichen
    Fragwürdigkeiten und festgefahrenen Strukturen Transparenz zu
    verleihen. Offenes, ja öffentliches Formulieren von Kritik ist ein
    Grundrecht der angewandten Demokratie – die wir nicht mit angewandter
    Politik verwechseln wollen. Kritik ist angewandte Kunst.
    Daher ersuche ich Dich, die angewandte Kunst der offenen und
    konstruktiven kritischen Kommunikation zuzulassen und die
    ausgesprochene Entlassung Peter Weibels in diesem Sinne zu
    überdenken. Der in den Medien angekündigte Kompromiss scheint mir ein
    guter Schritt in diese Richtung zu sein.
    Mit besten Grüßen,
    Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien
    Rückfragehinweis:
    ~
    Universität für angewandte Kunst Wien
    Leitung: Mag. Anja Seipenbusch-Hufschmied
    PR & Kommunikation
    Oskar Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien
    T: +43-1-711 33 DW 2160, F: DW 2169
    http://www.dieangewandte.at

  34. Amnon Barzel says:

    The best people in the art scene are shocked with the depressing news from Graz. It’s the activity the energy, the knowledge and professionalism of Peter Weibel and Christa Steinle that contributed to Graz its high cultural prestige and showed to the world that a small institution can be so central and influential.
    Also in the name of many friends who will fight against the cruelty of local politicians, we shall not let their demission to be accepted.
    We hereby declare our lasting solidarity with Peter Weibel and Christa Steinle to accomplish the work and send them our deep appreciation.

    Professor Amnon Barzel
    Tel Aviv, Israel

  35. Heinz Schlatzer says:

    Die Betätigungsfelder des Kunsthauses in Graz und die der Neuen Galerie basieren auf unterschiedlichen Ebenen.
    Das war, ist und sollte auch so bleiben. Hier Dr. Pakesch, dort Prof. Weibel und Dr. Steinle.
    Heute dreht sich jedes zweite Wort um Kuratoren, der Terminus des Künstlers wird ja kaum erwähnt.

    Sie sind oft Mittel zum Zweck geworden und die aktuelle Diskussion wird deren Performance nicht unbedingt verbessern.
    Kunst lebt unter anderem auch vom Pluralismus an Meinungsvielfalt. Und genau diesen sehe ich in der ganzen Steiermark in Gefahr. Wo sind all die Visionäre aus der Bildenden Kunst geblieben, wo sind die ” Kinder und Enkerl” des Forum Stadtpark geblieben. Wo sind die unbequemen Typen in der Steiermark ?
    Sind sie nicht längst über alle Berge oder ist es nicht so, dass diese öffentliche, tief angesetzte Diskussion schon so etwas wie einen vorläufigen ” Höhepunkt ” nach unten darstellt ?
    Gewiß, manche sind elitär, unkritisch, vorzeigbar und ” burschoaas” geworden.
    Schon in den letzten Jahren drehte sich die Stimmung in der Steiermark suggestiv nach unten.
    War da nicht in den letzten Jahren schon so etwas wie Stillstand erkennbar, während in anderen Regionen Europas diesbezüglich längst wieder Aufbruchstimmung herrschte ?
    Nein, ich meine damit nicht die Flaggschiffe Köln, Berlin oder London.
    Mit tut es mehr um die Neue Galerie Leid, denn da wurde richtig, professionell und primär nachhaltig gearbeitet und auch gesammelt.
    Mir tut es, so traurig es klingen mag, viel weniger um den Ruf des Kunsthauses Leid.
    Eine Welt der Abgehobenheit, eine Welt von Ausstellungen, die mich noch nie vom Hocker riß, eine Welt, die ich ehrlich zugegeben fast nie verstand, ganz im Gegensatz zu Wien, St. Gallen, München, London, Hamburg, Paris, Nizza, Stuttgart, Wolfsburg und wie die Hotspots europaweit auch heißen mögen.
    Auf der Strecke bleibt die gesamte bildende Kunst, das ganze Umfeld in der Steiermark: Museen, Kunstinstitutionen, ehrliche Galeristen, die seit Jahrzehnten um das Image kämpfen und nicht nur deswegen.
    Und es ist nicht Wasser auf die Mühlen derer, die es schon immer wußten: “Wozu brauchen wir das Alles ? ”
    Nein, es ist nicht nur bedauernswert, nein wir haben auch ein veritables intellektuelles Problem !
    Ich wünschte, ich hätte nicht recht !

  36. Kurt Stadler says:

    Würden ManagerInnen in der vielbeschworenen Privatwirtschaft in puncto Öffentlichkeitsarbeit, Personalentscheidung, Resourcennutzung und Finanzplanung so agieren, wie Buchmann und Pakesch, wären ihnen außer Spott und Hohn über kurz oder lang nur eines ganz sicher: die fahrlässige Krida!
    Jetzt fehlt ihnen zum vollständigen Glück nur noch, dass diese umfassende Neustrukturierung, ja Neugründung, eine EU-weite Ausschreibung der – nämlich aller – neu zu besetzenden Stellen nötig macht.

  37. Regina Karla Ehrenfels says:

    Als Künstler ist Herr Pakesch gescheitert, als Architekt ebenso wie als Galerist und jetzt ist er auf dem besten Wege auch als Museumsmanager und Intendant des Universalmuseums Joanneum zu scheitern.

    Allerdings war das vorherige Scheitern immer weitgehend ein privates Scheitern. Hier, als Intendant des Universalmuseum Joanneums zu scheitern, bedeutet in massiver Weise das öffentliche Kulturleben, insbesonders im Hinblick auf die aktuellen Fehlentscheidungen (Steinle/Weibel) des Intendanten, die Kunstpräsentationen für das 20. und 21. Jahrhundert in Graz nachhaltig zu ramponieren.

    Die politischen EntscheidungsträgerInnen müssen handeln und die Stelle des Intendanten neu ausschreiben, so wie es das Ausschreibungsgesetz bei öffentlichen Positionen vorgibt!

    Die Neue Galerie muss ihre Eigenständigkeit erhalten.

    Im übrigen sehe ich in Frau Dr. Christa Steinle eine sehr gute Wahl als qualifizierte Kandidatin für die Intendanz des Universalmuseums Joanneum.
    Werte PolitikerInnen, Schluss mit dem gescheiterten Mittelmaß, zurück zur Qualität!!!

  38. roger rabbit says:

    Nur weil einer so ausschaut, muss er noch lange nicht Bugs Bunny sein. Und glaubt mir, mein Vater hat ausser der wirklich nur äusserlichen Affinität nichts mit diesem offenbar in den Ausbildungsstätten des ehemaligen Ostblocks geschulten Apparatschik zu tun. Denn mein Vater ist ein menschenfreundlicher, munterer, blitzgescheiter Typ, der selber gerne lacht und zum Lachen nicht in den Keller gehen muss. Und wer selbst den Oberrammler gibt, ist meistens nur ein kleiner, auf Gnadenakte angewiesener gnadenloser Mitrammler.

  39. Rivka Rinn Tel Aviv says:

    Liebste Christa
    Ich bin in Israel jetzt und mein Internet funktionierte nicht.
    Ich bin entsetzt und auch schrecklich traurig, denke die ganze Zeit daran, was Dir passiert ist .
    Kein Wunder dass dein Intelect und der Peter Weibel’s und vorallem die Faehigkeit diesen einzusetzen, eine schwere Bedrohung fur Peter Pakesch sind, der es bestimmt ganz genau weiss, dass er nie ein Intellektueller war und wird es auch nie werden.
    Ich hoffe dass es dich troestet zu sehen wieviele wertvolle Personen hinter dir und Peter W. stehen.
    So wie ich dich das letzte mal erlebt habe im Buero, in grosser Sorge und Traurigkeit wegen der Zukunft der Neuen Galerie, die Ihr zu einer weltweit beachteten Institution gemacht habt, ist es vielleicht besser bald was anderes zu finden dir entsprechend ist, sowie du es verdient hast.

    Ich haette noch viel zu sagen.

    Ich umarme dich

    Rivka

    > Subject: Fwd: Solidarität mit Christa Steinle & Peter Weibel / Neue Galerie
    > To: rivkarinn@gmail.com; rivkarinn@hotmail.com
    >
    >
    >
    > http://joanneum-weibel-steinle.mur.at/
    >
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  40. Sigrid Binder says:

    Christa Steinle/Peter Weibel – ein geniales Führungsduo, echte Kapazunder!
    Ai Weiwei wird von den chinesischen Machthabern am Flughafen verhaftet. Grund: Kritik am chinesischen Regime. Ein Schelm, wer hier im Handlungs- bzw. Entscheidungsmuster in Graz eine Ähnlichkeit erkennen möchte.
    Fehler in der Politik finden meist ihre Entsprechung auf anderen Ebenen. Die Neue Galerie muss Autonomiestatus erhalten und Wiederbestellungen von Führungskräften müssen ausgeschrieben werden!

  41. Kathi Hofmann-Sewera says:

    Der Waffenstillstand überbrückt nun vielleicht das Jubeljahr, aber natürlich muss es eine grundsätzliche nachhaltige Entscheidung pro Autonomie Neue Galerie, pro eigenverantwortlich arbeitende ExpertInnen und pro lebendiges Museum mit ebenso lebendigen Einzelabteilungen (und hier sind auch andere von der Bürokratisierung betroffen) geben. Denn bunt scheint derzeit nur das Outfit und gut dotiert nur das Marketing, das halt ohne dementsprechende Inhalte nicht überzeugen kann.

  42. Plottegg says:

    Der „Waffenstillstand zwischen Pakesch und Weibel“ (Der Standard vom 4. April 2011) behebt noch nicht die latenten inhaltlichen und strukturellen Mängel und Probleme.

  43. Barbara Schaukal says:

    Es interessiert, unabhängig von Inhalten und Sachfragen, die menschliche Seite dieser Geschichte.
    Es ist unglaublich, wie respekt- und niveaulos man mit langjährigen kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit Menschen (!), verfährt.
    Und es ist erschreckend, wie wenig es diejenigen, die so entschieden haben, kümmert, dass solch eine Vorgangsweise Folgen hat und sich letztlich nur negativ auf die Stimmung im Haus und damit auf die Qualität zukünftiger Arbeit auswirkt – auf die Arbeit in einem renommierten großen Haus mit Tradition und Außenwirkung, dessen 200jähriges Bestehen man in ein paar Monaten dann – so als ob nichts geschehen wäre (!) feiern wird.

    • erwinstefanieposarnig says:

      die haben keine gesprächskultur!

    • Petra Maitz says:

      das tiefste im menschen sind seine beziehungen zu anderen, genau das können die österreicher nicht, sie schämen sich, sie entschuldigen sich, sie leben in einer blase aus ich-bezogenheit, die keine empathie kennt, das Ich ist so aufgeblasen und unsicher, dass es sich in der not immer gegen jede beziehung stellt, also alles was auf dem papier steht ist ernster zu nehmen, als was er/sie empfindet……tut, sagt, eine ungemeinschaftlichere haltung gibt es nicht, KAFKAESK…..

  44. Eva Forgacs, Ph.D. Art Center College of Design, Pasadena says:

    Die Neue Galerie, led by Frau Dr.Steinle and Peter Weibel has been an internationally highly valued, outstanding exhibition venue. We all know that the vision and the activity of the leading professionals make an institution important by addressing the important issues of the day as well as acknowledging the meaningful art of our time. It is suicidal from any government, agency, or director to fire the best experts that are available in a field. It is with great sadness that we see this happening to the Neue Galerie. I strongly hope that the decision can be reversed.

  45. FPÖ says:

    Solidarität mit Pakesch – seine Bewunderer

    FPÖ-Unterreiner: Mit Weibel ist der nächste Alt 68er gekündigt worden

    Nach MAK-Direktor Noever muss nun auch der Chefkurator des Joanneums Peter Weibel endlich den Hut nehmen

    “Mit Peter Weibel ist nach Peter Noever der nächste selbstherrliche Alt 68er in Österreichs Kulturbetrieb gescheitert. Die völlig überzogenen und beleidigenden Äußerungen Weibels auf notwendige Sparmaßnahmen waren nicht länger hinnehmbar”, so die freiheitliche Kultursprecherin NAbg. Mag. Heidemarie Unterreiner.

    Bezeichnend für die abgehobene linke Kulturschickeria, seien die Empörungs-Parallelen in den Fällen Noever/Weibel, die das völlige Unrechtsbewusstsein dieser hochsubventionierten “Kunst”-Elite widerspiegelten, so Unterreiner. Nur weil sich jemand “Künstler” nenne, stehe er noch lange nicht über gesellschaftlichen Normen und schon gar nicht über dem Strafrecht, betonte Unterreiner, die die Berufsempörer aufforderte, einmal über den eigenen Moralbegriff nachzudenken.

  46. Romana Schuler says:

    Anbei eine aktuelle OTS Jubel-Aussendung zur Entlassung von Peter Weibel.

    Dazu fällt mir nur ein: “Sag mir wer sind deine Freunde und ich sag dir wer du bist!” wie wahr, wie wahr! Du meine Güte! In welchem Lager ist Herr Peter Pakesch, der Intendant des Universalmuseums Joanneum eigentlich beheimatet?

    OTS0170 / 04.04.2011 / 12:49 / Channel: Politik / Aussender: Freiheitlicher

    FPÖ-Unterreiner: Mit Weibel ist der nächste Alt 68er gekündigt worden
    Utl.: Nach MAK-Direktor Noever muss nun auch der Chefkurator des Joanneums Peter Weibel endlich den Hut nehmen =

    Wien (OTS) – “Mit Peter Weibel ist nach Peter Noever der nächste
    selbstherrliche Alt 68er in Österreichs Kulturbetrieb gescheitert.
    Die völlig überzogenen und beleidigenden Äußerungen Weibels auf
    notwendige Sparmaßnahmen waren nicht länger hinnehmbar”, so die
    freiheitliche Kultursprecherin NAbg. Mag. Heidemarie Unterreiner.
    Bezeichnend für die abgehobene linke Kulturschickeria, seien die
    Empörungs-Parallelen in den Fällen Noever/Weibel, die das völlige
    Unrechtsbewusstsein dieser hochsubventionierten “Kunst”-Elite
    widerspiegelten, so Unterreiner. Nur weil sich jemand “Künstler”
    nenne, stehe er noch lange nicht über gesellschaftlichen Normen und
    schon gar nicht über dem Strafrecht, betonte Unterreiner, die die
    Berufsempörer aufforderte, einmal über den eigenen Moralbegriff
    nachzudenken.
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    Freiheitlicher Parlamentsklub
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    OTS0170 2011-04-04/12:49
    041249 Apr 11
    Freiheitlicher Parlamentsklub – FPÖ
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  47. Die Selbstprovinzialisierung in diesem Land ist erschütternd! Muss wirklich alles, was noch Format und Substanz hat, demontiert werden? Zwei Persönlichkeiten von internationalem Rang, die wirklich Bedeutendes geschaffen haben, sollen „entfernt“ werden. Gibt es hier so viele? Ich sehe sie nicht…..

  48. Konrad Frey says:

    Diesem tosenden Orchester der Empörung, der Sorge, und der Mahnungen bleibt nichts hinzuzusetzen!
    Außer: Ja! ich protestiere und mahne auch!
    Die Zivilgesellschaft funktioniert doch: Geben wir nicht auf, bis die Politik diesem Spuk
    das Ende macht.

  49. Nicole Pruckermayr says:

    An Landesrat Dr. Christian Buchmann

    Das Institut für Zeitgenössische Kunst an der TU Graz ist sehr besorgt über die kulturpolitischen Vorgänge innerhalb der Stadt Graz.
    Wir hatten eine langjährige fruchtbare Zusammenarbeit mit der Neuen Galerie. Die international bedeutenden Ausstellungen des Teams Steinle/Weibel waren immer wieder ein sehr relevanter Teil unserer Lehre.
    Ein Ansprechpartner für die Anliegen von Zeitgenössischer Kunst in Graz und die Förderung junger interessierter KünstlerInnen bricht weg.
    Wir befürchten einen Rückfall in die Provinzialität.
    Wir plädieren dafür diese Entscheidungen zu überdenken und rückgängig zu machen.
    Es ist eine fatale Entwicklung Kürzungen in der Dimension im Kunst und Kulturbereich zu tätigen.
    Institutsvorstand Hans Kupelwieser
    Nicole Pruckermayr
    Brigitte Kovacs

  50. Laura Safred says:

    Solidarität mit Christa Steinle und Peter Weibel

    Genau in der entscheidenden Phase, in der die Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum neu eingerichtet wird (und nicht nur als Ort sondern auch als Programm und Verwaltung), ist es sehr beunruhigend zu erfahren, dass ihre Leiterin Christa Steinle und der Kurator sowie der wissenschaftlichen Berater Peter Weibel so brutal liquidiert werden.

    Bis jetzt wurde die Grazer Neue Galerie mit Steinle und Weibel international als die kritische und wirkungsvolle Bühne und als das Labor für neue Tendenzen für die österreichische Kunstszene wahrgenommen und konnte so eine dynamische Beziehung zwischen Vergangenheit, Modernität und zeitgenössischer Kunst brillant bieten.

    Insbesonders mit Steinle und Weibel ist die Neue Galerie für Italien ein anerkannter künstlerischer Pol geworden.

    Die Qualität von Steinle als Leiterin und Kuratorin ist der relevante und notwendige Beitrag in dieser Phase der Neuen Galerie. Die wissenschaftliche Kompetenz von Weibel ist die wichtigste Voraussetzung nicht nur für die Konzeption des Programmes sondern auch für die Vermittlung der zeitgenössischen Kunst.

    Für die renovierte Neue Galerie wünschen wir die Fortsetzung der Arbeit von Steinle und Weibel, durch deren Engagement diese Institution ihre wichtige Rolle erfüllen kann, die sie schon in der Vergangenheit gespielt hat und sich große Anerkennung erworben hat.

    Dr. Laura Carlini, Kulturmangerin, Bologna
    Dr. Laura Safred, Professorin für Moderne Kunst in der Akademie der bildenden Kunst, Venedig

  51. bugs bunny 2 says:

    Vielleicht ist es der ÖVP diesmal möglich, sich von unliebsamen Unruheerzeugern ebenso elegant zu trennen, wie es bei Ernst Strasser sofort gelungen ist. (Inkompetenz und Günstlingswirtschaft – kurz Lobbyismus genannt!)

  52. Edda Strobl says:

    Wie alle anderen, die sich auf dieser Plattform geäußert haben, bin auch ich zutiefst betroffen von der Ignoranz seitens der (Kultur)Politik diesen Umbau nicht nur zuzulassen, nein, scheinbar auch zu fördern. Zulassen, daß verdiente und kompetente Fachfrauen und -männer auf eine Art abgeschossen werden, daß einem die Spucke wegbleibt…
    Es ist eine “weiche” Partie, die da nachkommt. Inhaltlich. Keine Schärfe, kein Profil, kein Mut. Das hat uns das Programm des Kunsthauses oft genug bewiesen. Ich gehe da schon gar nicht mehr hin.
    Umsomehr vermisse ich die Neue Galerie. Ich wünsche mir die zurück, so wie sie war: mit dem spannenden, überbordenden, manchmal gewagten Ausstellungsprogramm, das ohne die Autonomie, die dieses Haus lange Zeit gehabt hat, nicht möglich gewesen wäre. Mit dem Rauswurf von Christa Steinle und Peter Weibel endet eine Ära.
    Mittelmäßigkeit und Provinzialität erwarten uns. City of Design erwartet uns. Auswandern? Wäre eine Möglichkeit.

  53. erwinstefanieposarnig says:

    peter weibel braucht das johanneum nicht , das johanneum braucht weibel!
    und christa steinle

    die steirische kunstwelt versinkt im nichts, aus eine blauen blase wurde nun eine wirkliche, geplatzte blase.

    kleinbürgliches seilschaftdenken steht in diesem land im vordergrund..ohne rücksichtnahme auf inhaltlich kompetente menschen, werden “entscheidungen” getroffen.

    blasenleiter zerplatzen auf kurz oder lang auch!

  54. Dipl. Ing. Christian Aichernig says:

    In den letzten Jahren gehörten Besuche der Neuen Galerie zu den Fixpunkten meines Programms in Graz. Dank Christa Steinle und Peter Weibel existierte die Stadt auf der Weltkarte der Gegenwartskunst. Jetzt wurde sie ausradiert!
    Zwei erfolgreiche und kompetente Kulturschaffende ereilt die Rache der grauen Mäuse.
    Die Steirer sind aufgerufen, die Verantwortlichen bei der nächsten Wahl abzustrafen!

  55. Maria Nievoll says:

    Sehr geehrter Herr Pakesch,
    Sie brauchen sich keine weiteren Sorgen wegen der Wahl der Ebene (Kleine Zeitung, 3.April 2011) machen, wir übersetzen Ihr Vorgehen gern ins Steirische:
    Da Weibl hot di Gosch’n aufg’mocht, dea is ma eh scha sou loung a Doan in Aug, wal a anfoch z’vü waas, do kum i nie hin. Hiaz hot sa si grod sou guad ergeibm, do hob i eam is Gas o’draht. Wos glaub dea eigntli, wer a is? Dea sui si schleichn.
    Und die Steinle hob i glei mitg‘maht, de oide Schicks’n. Wos geht mi dei aun? Goa nix geht mi dei aun.
    Dei mechatn si do groß aufschpün seit zwanzg Joa, wou i do da grossi Joanneumskaisa, na, vü beissa, da Joanneumsdiktatoa bin!
    Hauptsoch, i bin aus’n Schneida, ka G’frast reidt ma drein, und i kriag mei Marie, muas i hoid mounxmoi a bissal g’scheid sei und mi mid die Politika guad schtöin.
    I wea hoid a bissal agumentian miasn, ka Göd und sou, donn wea ma’s scha umibiagn.

    (Ende der Ü.)

  56. Meine Sprachlosigkeit drückt sich nur mehr in stummen Schreien aus. Wir, als Kulturschaffende, wollen es nicht hinnehmen, dass Institutionen wie die Neue Galerie in Graz, die vorbildliche intellektuelle Arbeit geleistet hat, unter dem Vorwand des Sparens verschwindet. Christa Steinle und Peter Weibel haben hervorragende Arbeit geleistet – wenige (österreichische) Institutionen haben dies zu Wege gebracht– , und wegen persönlicher Animositäten werden sie und die Institution “gekillt”. Unfassbar!!

    Ich ersuche die politisch Verantwortlichen Ihr Handeln zu überdenken!

  57. bugs bunny says:

    Kurz vor dem grossen Fest meiner ARTgenossen werde ich von bösen Krakeelern mit wüsten Dreckpatzen beworfen. Die Dreckspatzen ! Dabei habe ich nur das gemacht, was auf der ganzen Welt gang und gäbe ist, wenn einer wie ich, der von höheren Mächten in eine führende Position befördert wurde, das Sagen bekommt: es bleibt einem ja gar nichts anderes über als zu zeigen, dass Kompetenz und Kreativität durch hartes Durchgreifen und anschliessendes Aussitzen locker ausgetrieben und vertrieben werden können, ja müssen. Wer würde mich als Oberrammler denn sonst noch ernstnehmen ?

  58. Paul Naredi-Rainer says:

    Offener Brief an Landeshauptmann Mag. Franz Voves

    Sehr geehrter Herr Landeshauptmann,

    die Berichte im „Standard“ und in der „Presse“ über die jüngsten Vorgänge im Joanneum veranlassen mich als gebürtigen Steirer, der u.a. in Graz Kunstgeschichte studiert hat und dort promoviert wurde, dazu Stellung zu nehmen. Es ist zwar traurig, wenngleich wohl unumgänglich, daß das älteste und größte der österreichischen Landesmuseen im 200. Jahr seines Bestehens von massiven Sparmaßnahmen betroffen ist. Aber es ist gewiß nicht unumgänglich notwendig, deshalb höchstqualifizierte Fachleute wie Prof. Peter Weibel und Dr. Christa Steinle zu entlassen bzw. zu suspendieren. Vielmehr entsteht dadurch der schwer zu entkräftende Eindruck, daß die Joanneums-Führung Sparzwänge nur als Vorwand benutzt, sich – nicht zum ersten Mal – unliebsamer Mitarbeiter zu entledigen, deren Fachkompetenz die eigene ärgerlicherweise übersteigt. Um das Joanneum ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr nicht weit über die Landesgrenzen der Steiermark hinaus zum Gegenstand allgemeinen Kopfschüttelns oder gar Gespötts werden zu lassen, appelliere ich an Sie als Landeshauptmann, solchem Treiben Einhalt zu gebieten.

    Freundliche Grüße

    o. Univ.-Prof. Dr. Paul Naredi-Rainer
    Vorstand des Instituts für Kunstgeschichte der
    Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

  59. Romana Schuler says:

    Was hier in einem böswilligen Gewaltakt, der offensichtlich schon lange geplant war und mit politischer Zustimmung nun blitzartig vollzogen wurde, ist umso skandalös wie auch peinlich, da es den Kunst- und Kulturbereich betrifft. Eine der primären Aufgaben der Kunst ist, Missstände mit kreativer Offenheit zu formulieren, hörbar und demaskierend sichtbar zu machen. Die Kunst konstruiert sich selbst immer durch Kommunikation und sie wird belebt durch Kritik, daher gestaltet sich Kunst im Wesentlichen durch kreative Kritik. Daher ist Kritik eine angewandte Kunst und es erschießt sich von selbst, wenn der Künstler und Chefkurator Peter Weibel eine kritische Wortwahl zur personellen Umstrukturierung via Medien als notwendiges Mittel ansieht.

    Die Verantwortlichen im Land Steiermark agierten mit ihrer Entscheidung politisch absurd und sind wohl auch emotional gelenkt worden. Es ist im höchsten Masse unverantwortlich, dass eine so glanzvolle Kunsteinrichtung, wie die Neue Galerie, die national und international höchste Anerkennung und Lob im Kunstbetrieb erlangte, nun personell und inhaltlich zerstört werden soll?
    Daher ersuche ich die Verantwortlichen der Politik, dass sie die Versetzung der Direktorin Christa Steinle und die Entlassung des Chefkurators Peter Weibel rückgängig zu machen.

  60. heimo steps says:

    Kontinuität:Identität – Wilfried Skreiner sagte mir im Herbst 1992, dass er Peter Weibel für seinen besten Nachfolger halte. Ich war damals Sekretär von Landeshauptmann Josef Krainer. Seit Beginn 1993 ist Peter Weibel in der Neuen Galerie tätig.
    Moderne in dunkler Zeit, Olafur Eliasson, Pipilotti Rist, Sylvie Fleury, Erwin Wurm, William Kentridge, Ars Pingendi, Herbert Brandl, Fritz Panze Robert Wilson….. Das alles ist uns sehr gegenwärtig.
    2003: M-ARS – kUNST UND KRIEG und PHANTOM DER LUST waren die beiden “Events” von 2003, die in den internationalen anglophonen, frankophonen und italienischen Medien auf den Kulturseiten reflektiert wurden und keine bezahlten Inserate waren.
    All das und noch vieles mehr hat Peter Weible gemeinsam mit Christa Steinle in und für Graz und die Steiermark gemacht.
    Und Günter Holler-Schuster konnte seine Features junger Künstler konsequent realisieren.
    Ich selbst verdanke Peter Weibel viele Begegnungen mit Künstlern und Denkern, manche auch ganz persönliche wie mit Per Kirkeby und seiner Frau Vibeke Vindelov, Michel Houellebecq, Jean Baudrillard oder Robert Wilson.
    Und Peter Weibel achtete mich, ob ich nun Sektetär des Landeshauptmannes war oder persona non grata.

  61. Ich fordere Peter Pakesch und die verantwortlichen Politiker auf, ihr Vorgehen nochmals zu überdenken, sich mit allen Beteiligten an einen “runden Tisch” zu setzen und eine konstruktive Lösung für die Neue Galerie zu erarbeiten. Es kann doch nicht sein, dass diese auch international sehr geschätzte Institution aus persönlichen Animositäten und fadenscheinigen Sparmaßnahmen seitens der Politiker verschwinden muss. Die Kündigung der Leiterin und des Chefkurators und die gleichzeitige Bestellung eines unerfahrenen und vermutlich willfährigen Nachfolgers kommen der Auslöschung der Marke NEUE GALERIE gleich, wie immer sie auch künftig im Überbau des Joanneums in Erscheinung treten wird.

  62. Aaron Levy, Philadelphia says:

    Dear Christa,

    This is atrocious news and insulting to the work you have done for
    over two decades there.

    I admire the work you and Peter have done so much, it is without
    equal. Despite the fact the situation right now is so horrible and
    upsetting, you can remain proud of the extraordinary and pathbreaking
    work that you have done all these last years… They always will be an
    inspiration to me in what a curator and a museum can and should be.

    What Pakesch has done is suicidal for Graz and for the Neue Galerie,
    and an insult to you both — it is pathetic that nobody can overrule
    him.

    Is there anything Osvaldo and I can do in support?

    Warmest regards,
    Aaron

  63. Alexandra Konzett-Poiraud says:

    Ich lebe nun schon seit Jahren im Ausland und verfolge das Grazer Kulturgeschehen aus der Ferne und durch den bedeutenden Kunstkuratoren Peter Weibel und Christa Steinle hatte man das sichere Gefühl Graz hat was zu sagen und zu zeigen und das auf einem internationalen Niveau. 
    Was jetzt? 
    Ein Skandal!

  64. Manfred Gaulhofer says:

    Hier geht es nicht um eine interne Frage der Geschäftsführung der Universalmuseum Joanneum GmbH. Vielmehr handelt es sich um eine kulturpolitische Entscheidung, mit grundsätzlichen Auswirkungen auf den Stellenwert zeitgenössischer Kunst in Graz und damit den Platz, den die Stadt auf der internationalen Landkarte kulturell interessanter Orte einnimmt.

    Gefragt ist jetzt kultur p o l i t i s c h e Führungsqualität.

    Die Politik darf jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern muß die Gelegenheit ergreifen, endlich das systemimmanente strukturelle Problem im Verhältnis der Leitungen von Kunsthaus als Kunsthalle und Neue Galerie als Museum zeitgenössischer Kunst zu klären.

    Also, (Kultur-) Politiker aus Land und Stadt
    – machen Sie diese Entscheidung zur Chefsache,
    – setzen Sie sich an eine Tisch mit Leuten, denen die zeitgenössische Kunst ein
    Anliegen ist und die Sachverstand sowohl im Bereich der Kunst als auch in
    Führungsfragen haben,
    – beraten Sie sich mit diesen, und
    – finden Sie eine Lösung, die langfristig Exzellenz in den Führungsetagen beider
    Häuser für zeitgenössische Kunst in Graz gewährleistet
    – und die allen Beteiligten einen Gesichtsverlust in der aktuellen Situation erspart.

    Tun Sie das s o f o r t, bevor der Karren endgültig völlig verfahren ist und lassen Sie sich nicht vor vollendete Tatsachen stellen, die unter dem Vorwand wirtschaftlicher Zwänge den Ruf der Stadt als kulturell ernstzunehmende Destination schwer beschädigen.

  65. Julia Fabényi says:

    Niemand, kein Land, keine Stadt kann sich leisten die einmalige geistige Leistung, die die Neue Galerie, Frau Dr.Steinle und Peter Weibel vollbracht haben zu elliminieren. Demokratien leben von der Progression kulturellen Leistungen. Es ist keine Frage des Geldes, es ist eine intellektuelle Frage ob man mit Progression und geistiger Leistung umgehen kann. Apell an die Vernunft: Die Neue Galerie hat Bleibendes geschaffen und sie soll erhalten bleiben.Die Potentiale sind nicht erschöpft, und man braucht Vorbilder, wie die Neue Galerie auf künstlerischer und kunsttheoretischer Ebene vollbracht haben.
    Wie viele steirische Künstler haben ihre Karriere in Graz begonnen? Wie viele Künstler verdanken ihren international Ruf der Neuen Galerie, Christa Steinle und Peter Weibel? Wie viele Institutionen haben dem Paradigmenwechsl der Kunst beigetragen? Und zeigt noch eine Institution-ein Museum- das mit so viel Idee und fachlicher Kompetenz international führendes Profil einem Museum verleihen konnte? Ich hoffe, dass die Entscheidung von der Verwaltungsebene zurück gezogen wird.
    Julia Fabényi

  66. Christian Fleck says:

    Angeblich passiert das alles, um dem Eigentümer des UMJ, dem Land Stmk, beim Sparen zu helfen — doch was erspart man sich, wenn man Steindle und andere zu “weißen Elefanten” macht? Nicht mehr als das Klopapier, das sie im Dienst nicht mehr verbrauchen.

  67. petra schilcher says:

    Kulturinstitutionen sollten auch Kultur im Umgang mit Ihren Mitarbeitern pflegen!
    Die ich leider in diesem Fall vermisse und Respektlosigkeit gegenüber allen verdienten Mitarbeitern ist nicht zu akzeptieren.
    Unabhängig von emotionalen Befindlichkeiten, das Team der Neuen Galerie hat dieses Haus in höchst engagiertem Einsatz zu einem international höchstangesehenen Kunstfixpunkt gemacht. Die Ausstellungen und Publikationen sind schon Kunstgeschichte.
    Der Skulpturenpark wurde unter schwierigsten Umständen von Elisabeth Fiedler engagiert geführt.
    Die Kunst, das Joanneum, die Stadt Graz und das Land Steiermark haben davon profitiert!
    Von Schädigung des Joanneums kann keine Rede sein!
    Jetzt soll ein, bis dahin Kurator der Neuen Galerie, all das, samt Kunsthaus, in gleicher internationaler Qualität weiterführen. Noch kein Haus geleitet und
    nicht ausgestattet mit internationalen Verbindungen wie Peter Weibel und Christa Steinle sie haben??

  68. Daniel Eckert says:

    I man i tram… beobachte die kunstszene jahrzehnte aus der sicheren distanz des interessierten nicht-insiders, kann mich aber an keinen vergleichbaren fall der (selbst-)demontage einer museumsintendanz erinnern: man demontiert in sparzeiten personelle saeulen der eigenen institution wie steinle, weibel (und wohl noch andere), und das in einer weise, die auch gleich geeignet ist, die eigene menschliche und fachliche reputation nachhaltig zu beschaedigen, – und kann dann nur noch warten bis einem (nach verdienter schimpf und schande) auch noch das dach auf den kopf faellt. Erinnert betriebswirtschaftlich dunkel an den versuch alter schlossbesitzer sich durch abtragen des daches ihrer schloesser die fruehere dachsteuer zu ersparen.

    • Petra Maitz says:

      danke für deinen guten kommentar, herr eckert, kein künstler dieser welt kann mit pakesch wirklich arbeiten, das haben alle bestätigt, die ich als meine freunde erachte…von meese bis schuster und mir eingeschlossen..eine katastrophale institutionalisierte labile neurotische person der intendant..mit der man kein gespräch oder etwas ähnliches über künstlerische arbeit führen kann…..das dach des adels wird in der steiermark langsamer demontiert als in anderen ländereien, aber es wird demontiert durch fachliche inkompetenz der herrscher, die dann regen und hagel auf ihrem familiensilbermarionettenbesteck abputzen muessen…….ahoi….der unwetter….shame on you….stmk.culutural irresponsibility!!!!!

  69. So wird umgebaut.

    Peter Pakesch feuert Peter Weibel. Und Christa Steinle. (Neue Galerie)
    KIM feuert Maru (chmafu nocords). (Sonntagsabstrakt)
    Der Steiermark-Falter wird “abgeschossen”. (?)

    Frage:
    Wann wird die Steiermark zugesperrt?
    Nur damit ich weiss, wann ich meine Koffer packen soll.

    Ich bin ja nach wie vor davon überzeugt, dass Diversität, also
    Vielfalt und kulturelle Differenz, durch aktives Tun, also Handeln
    entsteht. Das Anregende und Inspirierende dabei liegt eben in der
    Unterschiedlichkeit. Diskurs kann dort leben, wo es etwas gibt, mit
    dem sich Menschen auseinandersetzen können.
    Daraus entstehen dann unterschiedliche Meinungen, Geschmäcker und Räume.

    Und: ich bin nach wie vor Anhängerin von “small ist beautiful”, dh. ich
    halte nichts von Macht-, Einfluss- und Geldkonzentrationen wie das
    Universalmuseum (Pakesch); ich bin auch nicht von Mehrfachjobs
    (Weibel) überzeugt.
    Aber wie eine Stadt zusieht, wie einer der “Herzeige-Weltbürger” (Weibel) einfach so
    abserviert werden kann, macht mich schon sprachlos.
    Ein bisschen erinnert es mich an die Umgestaltung vom (ehemaligen)
    medienkunstlabor (ev. erinnert sich ja noch der oder die eine daran,
    im selben Gebäude wie das Kunsthaus, im Parterre, vor vielen vielen Jahren, bevor
    die Regionale mit ihrem Büro dort einzog, und dann mit der
    Präsentation von Autos das Areal seiner eigentlichen Bestimmung
    zugeführt wurde – dem Design, dem Retter aller Dinge, nicht wahr.)

    So, wie ich vor ein paar Jahren nicht davon überzeugt war, dass es
    sinnvoll ist, das medienkunstlabor von einem Ort der nicht
    institutionell gebundenden Kunst in eine
    Kooperationsinstitution mit verschiedenen Universitäten umzugestalten,
    bin ich kein “100% Fan” (oder neudeutsch: “friend”) von Peter Weibel.
    Aber eine Stadt wird nun mal z.B. nicht zur Zeitungsstadt, weil es 1
    Zeitung gibt, sondern viele.
    Und so wird eine Stadt auch zur “Kulturstadt”, weil es viele Personen und
    Orte gibt.

    Ich kann mit (m)einer Differenz zu einem Peter Weibel oder zu einem
    medienkunstlabor oder einem Falter gut leben.
    Oder: ich könnte.
    Oder: ich konnte.
    Weil die nicht mehr da sind.

    Dass Wilhelm Reich sein Pamphlet “Rede an den kleinen Mann” genannt
    hat, war ein politisches Statement.

    Die Arbeits- und Wahrnehmungsrealität, mit der ich laufend
    konfrontiert bin, ist die Reduktion meiner Tätigkeit in verschiedenen
    Organisationen und Gruppen als “klein”.
    Mit Verniedlichungen wie “kleine Institutionen” oder dgl. geschieht
    eine Kategorisierung der Wichtigkeiten, die den Großteil der aktiven
    Personen, Gruppen, Initiativen und Institutionen als irrelevant und
    belächelbar darstellt. Dh. diese Arbeit wird nicht ernst genommen.

    Ich habe mich beinahe schon daran gewöhnt, und dann gibt es doch
    wieder so Momente, wo mich das Grauen schüttelt.

    Wie z.B. wenn Maru (chmafu nocords, interpenetration festival,
    sonntagsabstract) von kim gekündigt wird; wie, wenn Peter Weibel aus
    der Stadt rausgeworfen wird; wie, wenn für City of Design scheinbar
    unbegrenzt Gelder zur Verfügung stehen…(und ich dann auch noch zu
    hören kriege, dass das Geld der Kunst ja ohnehin _nicht_ zur Verfügung
    stünde…)
    Oder wenn es wieder mal einen Evaluierungsreigen für die mehrjährigen
    Verträge mit der Stadt (Kulturamt) gibt, und ich dann da sitze und
    überlege:
    “Wer ist jetzt gleich noch mal Kulturstadtrat, und wer wars vorher und
    wie lang? Ah ja, und der aktuelle Bürgermeister war da ja auch mal, ach
    und wie hiess der Ex-Polizist noch gleich? …und beim Land? Stimmt,
    der, der jetzt beim Land ist, war doch der, der in der Stadt die
    Evaluierung eingeführt hat und den Herrn Hochreiter nach Graz gebracht
    hat; und die jetzige Finanzstadträtin war doch vorher in der Kultur,
    und hat da eine …wie hat sie das noch genannt,
    Frauen-Kultur-Vernetzung, angeleiert, und war dann aber nach
    Bekanntwerden des Sparwahns nicht einmal zu einem Gespräch mit Frauen
    “aus der Kultur” bereit?

    Na, wenigstens scheint heute die Sonne.

    Reni Hofmüller
    Künstlerin, und künstlerische Leiterin ESC im LABOR

  70. Grita Insam says:

    Es ist für mich erschütternd zu beobachten, wie Verletzungen von Rechten in unserem Land auch im Kunstbetrieb begangen werden und das auch noch im vollen Bewusstsein, ja sogar mit Unterstützung, der Politiker. Christa Steinle ist eine der ganz großen KunsthistorikerInnen unseres Landes, die auch bis zur aktuellen internationalen Gegenwartskunst bestens informiert ist. Sie hat mit Peter Weibel gemeinsam die Neue Galerie zu einem international beachteten Institut geführt und wird nun ohne jedes Vergehen mit beruflichen Erniedrigungen bedacht. Die Begründung der Einsparungen im Budget sind ja wohl eine Kontradiktion in sich, wenn sie keine Leistungen in der Neuen Galerie erbringen darf, dennoch zu Recht bezahlt werden muss und ein neuer unerfahrene Leiter zusätzlich eingesetz wird, der keine vergleichbaren Erfahrungen aufweist, aber dennoch eine hohen Gehalt bezieht.
    Ich ersuche die Kulturpolitiker diese Maßnahmen, die dem gesamten österreichischen Kunstbetrieb schaden, rückgängig zu machen oder machen zu lassen.
    Wien, 3. April 2011.

  71. redaktion says:

    Das Problem auf einen Zickenkrieg zu reduzieren, ist Verharmlosung.
    Es ist wie beim Kartenspiel, ausgespielt ist:
    Identität:Differenz, Inclusion:Exclusion, Jenseits von Kunst, Phantom der Lust, Postmediale Kondition, Baudrillard, Kentridge …..
    Wer sticht?
    Wer bei schlechten Karten den Colt zieht, ist ein Spielverderber.

    M.Plottegg

  72. Frank Bogott says:

    Bedauern und sofortige Forderung der Wiedereinstellung!

    • Auch ich hege nämlich ganz große Besorgnis, dass die Neue Galerie noch zusätzlich und weiter geschrumpft wird bis sie faktisch künstlerisch und organisatorisch nicht mehr lebensfähig ist.

      Hier sollte die Politik rasch handeln und ein Zeichen für einen auf gesunden künstlerischen und wirtschaftlichen Beinen stehenden Fortbestand der NG setzen.

      Rein persönlich finde ich diese beidseitigen Rivalitäten und Eifersüchteleien im Joannneum sehr bedauerlich, betrachte aber darüber hinaus die Kündigung von Peter Weibel, einem international bedeutenden Medienkünstler und Kurator, als einen ganz großen Verlust für Graz und die Steiermark.

      Abschließend hoffe ich als alter Optimist, dass es vielleicht am Montag doch noch zu einem konstruktiven Kompromiss kommt und zumindest die drei von Weibel bereits kuratierten Eröffnungsausstellungen im Joanneum stattfinden werden.

    • Andrea Loseries says:

      sprachlos – erklaere meine Solidariat mit Christa Steinle und Peter Weibl – fordere sofortigen Widerruf – falls sich die beiden ueberhaupt noch engagieren wollen fuer solch eine engsichtige, kleingeistige Umgebung.
      Good Bye Styria!

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